Colour is too simple
Aufmerksame Beobachter werden feststellen, dass nach wie vor in der künstlerischen Fotografie die schwarz-weiß Bilder nicht wegzudenken sind.

Sicherlich hat jeder Fotograf seine eigenen Gründe, warum er in schwarz-weiß fotografiert. Hier sind meine persönlichen Beweggründe und ein paar Gedanken zum Thema:

Durch die Darstellung eines Bildes in Graustufen treten die Bedeutung von Licht und Schatten, Kontrasten, Linien und Formen mehr in den Vordergrund. 
Durch die Graustufen wird das Motiv verfremdet und gleichzeitig auf eine bestimmte Weise betont. Also eher eine subjektive Interpretation einer Realität. 
Um solch ein schwarz-weiß Foto zu entschlüsseln, muss man sich mehr auf das Bild konzentrieren, sich fallen lassen und einlassen.
Eine weitere Wirkung ist die Zeitlosigkeit und in meinen Augen verleiht es den monochromen Bildern per se eine künstlerische Komponente.
Aber es gibt auch Situationen, in denen die Farben absolut nicht passend sind für die Stimmung. Durch die Umwandlung in schwarz-weiß kann man die Stimmung dann hervorheben und dadurch mehr zum Ausdruck bringen und das Bild noch mehr charakterisieren.

Ich persönlich weiß schon beim Fotografieren, welches Bild schwarz-weiß wird. 
Da stelle ich mir das Motiv schon während der Aufnahme als schwarz-weiß-Foto vor und achten dabei auf den Kontraste zwischen Farben, Unterschiede zwischen hell und dunkel, sowie besondere grafische Strukturen. Dazu muss ich sagen, dass ich alle Fotos immer in Farbe abbilde und in RAW. Die Umwandlung in schwarz-weiß Fotos passiert im Nachhinein im Photoshop.
„Farbe ist Abbilden, Schwarzweiß ist Kunst“
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